02.08.2015

Spruch des Tages zum 02.08.2015 von Ernst Ferstl

(Klick hier, um den Spruch des Tages als Spruchkarte zu verschicken)


Bildquelle: Andrea Schmidt/pixabay.com / CC0 1.0 Universell

Weitere Aphorismen von Ernst Ferstl     /     Zum Tagesspruch 2014




Veröffentlicht in: Spruch des Tages/Tagesspruch/Zitat des Tages/Tageszitat/Spruchkarte/eCard
Wir brauchen unsere Schubladen. Aber Menschen haben dort weder etwas verloren - noch etwas zu suchen.
© Ernst Ferstl
(SdT xferstlx/sdtferstl/sdt20150802)
02.08.2015 - 00:05 ~ ~ ~ Spruch des Tages -


Kommentare

1. von O. Fee

Das habe ich leider nicht verstanden.

am 02.08.2015 um 00:25

2. von Zitante

@ O.Fee:
Auch nicht, wenn Du diese Redewendung

http://bit.ly/1gzJ5Bo

bei Deinen Überlegungen berücksichtigst?

am 02.08.2015 um 07:41

3. von karl

ja, jeder hat so Schubladen denke ich. Im Moment krame ich darin herum ;-)
lg
karl

am 02.08.2015 um 07:56

4. von Patricia Landwehr-Çalhan

... abgelegte Träume von denen frau/man sich verabschiedet hat auch nicht
verlorener Idealismus nicht,
Erinnerungen und Erfahrungen, die man einsperren will, statt daraus zu lernen nicht.
Ich hab Ihre "Sprüche" sonst gern, Herr Ferstl, aber dieser ist irgendwie glaub ich zu kurz greifend....

am 02.08.2015 um 09:58

5. von Monic

Bild und Text, einfach perfekt. Ich werde mir dieses Zitat mit Bild abspeichern. Obwohl ich Angst vor diesem Schubladendenke habe, gebe ich ehrlich zu: ich muss selbst ständig daran arbeiten und mich korrigieren. Ich wuchs mit diesem "Schubladendenken" auf. Meine Großmutter sagte stets,dass Menschen aus bestimmten Ländern einfach nichts wert sind, schlechte Chataktäre sind, minderwertig. Auch war sie überzeugt, dass aus jener Person bestimmt nichts wird, wenn dessen Eltern "in ihren Augen" nichts wert sind. Ich habe selbst darunter sehr gelitten und habe mit der Zeit lernen müssen, dass nicht alle Menschen so denken. Zum GLÜCK!

am 02.08.2015 um 10:27

6. von Monic

@Karl
Wenn es das Kramen in den "Schubladen der Vergangenheit und der Erinnerungen" ist, AUCH das wird irgendwann im Leben, notwendig und darf Platz haben.

am 02.08.2015 um 10:32

7. von O. Fee

@Christa
Vielen Dank für den Hinweis. Gewiss habe ich es gleich verstanden, dass der Spruch das Schubladen-Denken aufs Korn nimmt. Mein Einwand ist nur, dass wir nicht nur Menschen in Schubläden einordnen, sondern alles Mögliche. Bei der Komplexität der Welt ist die Sortierung und Kategorisierung von Sachen, Ereignissen, Menschen und menschlichen Charakteren („Einordnung in Schubläden“) ist an sich unvermeidlich und sogar nötig. Aber hiermit ist es ein wenig so wie mit den Vorurteilen, die nicht mit Vorverurteilungen verwechselt werden dürfen. Falls man nach einer gewissen Erfahrung bereit ist, seine Urteile und Schubladeninhalte zu ändern bzw. umzusortieren, geht die Sache in Ordnung. Meine Bedenken gegen den obigen Spruch beziehen sich auf die Vordergründlichkeit und die Verknüpfung eines wichtigen Inhalts mit den abgeschliffenen Alltagswendungen „hat nichts verloren“ und „hat nichts zu suchen“. Sortieren ist ein Teil unserer Wahrnehmung der Gesellschaft und der Umwelt. Die Ergebnisse dieser Denkarbeit müssen jedoch revidierbar bleiben.

am 02.08.2015 um 17:41

8. von Monic

@O.Fee

Gefällt mir: Vorurteile haben nichts mit VORVERurteilungen zu tun.

am 02.08.2015 um 19:49

9. von Zitante

Danke, O.Fee, für Deine Erläuterungen.

Ich stimme mit Dir überein, daß die Kategorisierung von Sachen und Ereignissen sinnvoll - oder auch nötig - ist. Bei Menschen sehe ich das nicht so, denn jeder Mensch ist ein Individuum.

Die Redewendungen "hat nichts darin zu suchen" bzw. "darin verloren" mögen abgeschliffen klingen, stellen für mich jedoch etwas Absolutes dar.

Um es mal mit den Worten der Erinnerungen von Monic auszudrücken: Wenn meine Mutter mir sagte "Da hast Du nichts drin zu suchen" war das für mich gleichzusetzen mit: "Ich verbiete Dir, da noch einmal reinzuschauen".

Das Bild stellt übrigens Schubkästen für Bleisatz-Lettern dar. Bei der Auswahl kamen mir da auch Gedanken, wie die Presse unser (Schubladen-)Denken beeinflussen kann.

PS: Ich nehme an, Du meinst "Vordergründigkeit" - oder? Wobei Vordergründlichkeit gerade im Zusammenhang mit Sortieren und Kategorisieren natürlich auch gut passen würde ;-)

am 02.08.2015 um 21:07

10. von O. Fee

@Christa

Vielen Dank nochmal für diese Erläuterungen. Es ist doch so schön, wenn sich mal über etwas so nett austauschen kann. Natürlich meinte ich Vordergründigkeit. Was so eine Buchstabe (l) zu viel ausmachen kann!

am 02.08.2015 um 23:11

11. von Zitante

@ O.Fee:

http://bit.ly/1IFHSCG

:-)

am 03.08.2015 um 08:15

12. von SM

Mit Interesse habe ich die Kommentare gelesen und möchte nur hinzufügen: Das Schlimme bzw. Hinderliche an den "Schubladen im Kopf" ist, dass sie oft geschlossen sind.
Wenn wir sie nur einen Spalt breit öffnen, das heißt auf den anderen zugehen und einmal mit ihm reden, kann sich der "Schubladeninhalt" schnell verändern, sprich wir bekommen ein ganz anderes Bild von dem Menschen. Diese Chance sollten wir jedem geben, finde ich.
Den Unterschied zwischen Vorurteil und Vorverurteilung kann ich nicht erkennen, für mich ist es dasselbe bzw. miteinander verknüpft.

am 03.08.2015 um 12:24

13. von Monic

@SM
Unter Vorurteil verstehe ich ein Denkmuster, das ich jedoch aufgrund von mehr Erkenntnis und der Bereitschaft mein Denken nötigenfalls zu korrigieren, ändern kann.
Wenn ich einen anderen Menschen vorVERurteile, dann werde ich kaum mehr bereit sein, mich korrigieren zu lassen. Ich gebe dem anderen keine Chance mehr.
Das ist MEIN Gedankengang, wenn mich jemand des besseren belehrt..... sehr gerne.

am 04.08.2015 um 21:33

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